Radfahren trotz Allergie?

von Armin Lenz Tipps für Radfahrer mit Pollen-Allergie

Mit Beginn der Freiluftsaison, wenn die Pflanzen in voller Blüte stehen, leiden viele Menschen unter Heuschnupfen.

Die Allergie macht sich in der Regel durch Augenbrennen, ständig laufende Nase, heftige Niesanfälle und geschwollene Schleimhäute bemerkbar.

Damit Sie oder nahestehende Betroffene bei schönem Wetter nicht aufs Radfahren verzichten müssen, sagen wir Ihnen, wie sich Radeln und Allergie am besten vereinen lassen.

Volkskrankheit Heuschnupfen

Eine Frau mit Pollenallergie
Eine Frau mit Pollenallergie © Barabas Attila - Fotolia.com


Aufgrund einer Überreaktion Ihres Körpers gegenüber Blütenstaub leiden allein in Deutschland rund 12 Mio. Menschen unter den typischen Heuschnupfensymptomen.

Falls Sie betroffen sind, können Sie sicherlich ein Lied von den alljährlich wiederkehrenden Beschwerden, wie verstopfte Triefnase, brennende Augen und allgemeines Krankheitsgefühl singen.

Bleibt der Heuschnupfen unbehandelt, können sich die Symptome verstärken. Schlimmstenfalls entwickelt sich eine Nebenhöhlenentzündung oder chronischer Husten.

Weil allergische Reaktionen bei vielen Menschen erst im Erwachsenenalter auftreten, ist es ratsam, bei Verdacht auf Heuschnupfen einen Arzt aufzusuchen und einen Allergietest durchführen zu lassen.

Hat sich die Vermutung bestätigt, wird der Arzt gut wirksame Medikamente verordnen und möglicherweise zu einer Desensibilisierung raten.
Darüber hinaus können Sie selbst einiges tun, damit Sie Ihre Radtouren auch während der Pollenflugsaison so beschwerdefrei wie möglich genießen können.

Tipps für Radfahrer mit Pollen-Allergie

• Informieren Sie sich am Vorabend der geplanten Radtour über die Pollenflugzeiten. Falls möglich, meiden Sie Zeiten starken Pollenflugs.

• Nehmen Sie Ihre Heuschnupfen-Medikamente entsprechend der Arztvorgaben oder Hinweisen auf dem Beipackzettel immer vorbeugend ein.

• Nach starkem Regen ist die Pollenkonzentration in der Luft deutlich geringer.

• In der Stadt fliegen morgens die wenigsten Pollen. Auf dem Land ist die Konzentration am Abend geringer. Falls Sie sportlich Rad fahren, sollten Sie ihre Trainingszeiten entsprechend anpassen.

• Tragen Sie eine Brille mit Seitenschutz und beim Radeln durch blühende Felder oder Wiesen zusätzlich einen Mundschutz aus der Apotheke.

• Bevor Sie losradeln, können Sie Ihre Schleimhaut mithilfe einer Nasendusche befeuchten. Das beruhigt. Nach der Radtour spült eine Nasendusche eingedrungene Pollen aus.

• Abendliches Duschen inklusive Haarewaschen reduziert die Allergie-Symptome. Kleidung, an der die Pollen haften könnten, sollten Sie unbedingt außerhalb des Schlafzimmers aufhängen.

• Falls Sie sich infolge der Allergie körperlich insgesamt geschwächt fühlen, fahren Sie Ihr Trainingspensum zurück und strengen sich weniger an als sonst.

• Sofern Sie einen Radurlaub während der Pollenflugsaison planen, sollten Sie ihn möglichst in die Berge ab etwa 900 m Höhe oder ans Meer legen. An beiden Orten ist die Pollenkonzentration allgemein niedrig.


Frau mit Nasendusche
Eine Nasendusche vor und nach der Tour lindert die Symptome.Bilder © Daniel Ernst - Fotolia.com und © Dan Race - Fotolia.com


Bei extrem starkem Pollenflug, der mit heftigen Beschwerden einhergeht, sollten Sie möglichst keine längeren Radtouren unternehmen.

Falls Sie sich doch aufs Rad schwingen und unterwegs Husten oder Atemnot bekommen, brechen Sie Ihre Tour unbedingt ab, nehmen gegebenenfalls Ihre verordneten Medikamente ein und suchen Sie umgehend einen Arzt auf.


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