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Mit Fahrrad und Kind unterwegs

 

Was ist besser: Kindersitz oder Fahrradanhänger?

 

Bevor Sie einen Kindersitz anschaffen, prüfen Sie bitte anhand der Betriebsanleitung, ob sich Ihr Rad dafür überhaupt eignet. Wenn Sie unsicher sind fragen Sie bei Ihrem örtlichen Fahrradhändler nach.

Nachdem das geklärt ist, sollten Sie bedenken, dass nicht jeder Sitz auf jedes Fahrrad passt. Die Suche nach dem richtigen Modell kann manchmal eine echte Herausforderung sein! Deshalb ist es am besten, wenn Sie sowohl Ihr Rad als auch Ihr Kind beim Kauf des Sitzes dabeihaben.

Es gibt noch einige andere Möglichkeiten, wie Sie mit Fahrrad und Kind sicher vorwärtskommen. Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt und stellen Ihnen heute die wichtigsten Optionen einschließlich der jeweiligen Vor- und Nachteile vor.

 

Kinderfahrradsitze

 

Auf kurzen Wegen durch die Stadt sind sie ideal. Die Sitze sind leicht zu handhaben, das Fahrrad bleibt wendig und beim Schieben auf Gehwegen bzw. in Fußgängerzonen lässt sich das Fahrrad mit besetztem Kindersitz fast genauso gut rangieren, wie ohne. Vor dem Kindergarten oder Supermarkt lässt sich das Rad unkompliziert abstellen und sichern. Damit das Rad sicher steht sollte es auf jeden Fall einen stabilen Seitenständer oder noch besser einen Zweibeinständer haben.

Voraussetzungen den Transport eines Kindes im Kindersitz

 

  • Mindestalter des Fahrers 16 Jahre.
  • Höchstalter des Kindes sechs Jahre.
  • Optimale Funktionstüchtigkeit und Einstellung aller sicherheitsrelevanten Fahrradbauteile, wie Lenker, Reifen, Beleuchtung und Bremsen.
  • Maximal zulässiges Gewicht des Kindes bei Sitzposition hinter dem Lenker 15 kg, auf dem Gepäckträger 22 kg. Zusätzlich beachten Sie bitte die Angaben des Sitzherstellers.
  • Schalensitz mit hoher Lehne und justierbarer Kopfstütze.
  • Hosenträgergurte
  • Verstellbare Fußstützen inklusive Rückhaltevorrichtungen und Feststellgurten.
  • Das Kind sollte stets einen Kinderfahrradhelm tragen.

Die Position des Kindersitzes auf dem Gepäckträger hat sich aus gutem Grund durchgesetzt.
Im Vergleich zur Position hinter dem Lenker bleibt die uneingeschränkte Bein- und Bewegungsfreiheit uneingeschränkt erhalten. Darüber hinaus ist das Kind vor (Fahrt-) Wind und Wetter bestmöglich geschützt.

Der Nachteil von Gepäckträgersitzen besteht darin, dass der Schwerpunkt des Rades nach hinten wandert und dadurch die Lenkung sehr leichtgängig und kippelig wird.

Moderne Kindersitze werden nicht dem Gepäckträger verbunden, sondern sind über Befestigungsbügel am Sitzrohr befestigt. Dadurch schwebt der Kindersitz frei federnd über dem Gepäckträger, wodurch sich ein Fahrrad mit kurzem Radstand und leichtem Fahrer aufschaukeln kann. Das Rad beginnt, zu schlingern. Es wird unsicher.

Fährt das Kind im Sitz hinter dem Lenker mit, kann es für die Beine des Fahrers eng werden. Zudem bekommt der kleine Mitfahrer den Fahrtwind voll ins Gesicht. Weiterhin besteht die Gefahr, dass Sie sich von Ihrem Kind ablenken lassen.

 

Fahrradanhänger für Kinder

 

Crashtests ergaben, dass für den Transport von Kindern geeignete, geprüfte Fahrradanhänger grundsätzlich sicherer als Fahrradkindersitze sind.
Dank stabilem Gestänge und Überrollschutz kippen sie bei einer Kollision nicht um. Sie werden eher „weggeschoben“.

Trotzdem herrscht in jedem Kinderanhänger Anschnallpflicht. Obwohl per Gesetz nicht vorgeschrieben, sollte Ihr Kind im Anhänger stets einen passenden Helm tragen. Hier finden Sie Kinderanhänger der Firma Burly*.

 

Einsitzer Kinderanhänger

Familienausflug mit Kinderanhänger © Croozer.com

 

Ob klassisches Cityrad, Sport- oder Tourenrad: Zumeist verbindet eine tiefe Deichsel auf Höhe der Hinterradnabe den Fahrradanhänger mit dem Elternrad.

Bevor Sie einen Kinderfahrradanhänger kaufen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Rad für dessen Montage geeignet ist. Manche Rahmengeometrien, wie etwa dicke, große Alurohre oder Mountainbikes mit Hinterradfederung können die Montage erschweren oder machen die schlimmstenfalls unmöglich.

Fahren mit Fahrradanhänger will gelernt sein! Es ist gar nicht so einfach, Länge, Breite, Wendekreis und den veränderten Bremsweg auf Anhieb richtig einzuschätzen.
Deshalb sollten Sie das Fahren des „Gespanns“ zunächst ohne Kind auf einem Parkplatz o. Ä. üben.

 

Transporträder

 

Unter der Bezeichnung Transportrad, Familienkutsche oder Lastenrad* gibt es spezielle Fahrräder zu kaufen, die nicht nur lastentauglich sind, sondern mit denen sich auch Kinder transportieren lassen.

Laut ADFC ist das Handling einspuriger Modelle ebenso unkompliziert wie das von normalen Fahrrädern. Einzig der Wendekreis ist größer, was sich in engen Kurven bemerkbar macht.

 

Lastenrad für Kindertransport

Transport- oder Lastenrad eignet sich mit der richtigen Ausstattung auch für den  Kindertransport.© www.r-m.de/pd-f

 

Trailerbikes (Nachziehräder)

 

Trailerbikes* eigenen sich für Kinder, die schon Fahrrad fahren können, jedoch mit dem öffentlichen Straßenverkehr noch überfordert sind oder die noch keine längeren Strecken durchhalten.

Es gibt zwei Varianten: Nachziehräder ohne eigene Vorderräder, die mittels Verbindungsstange am elterlichen Rad befestigt werden und spezielle Kupplungssysteme, mit deren Hilfe ein handelsübliches Kinderfahrrad am Erwachsenenfahrrad befestigt wird.

Experten empfehlen die zweite Variante, weil sie dem Kind erlaubt, auch mal allein zu fahren.

Wir haben noch weitere Artikel zum Thema Kinder und Fahrradfahren in unserem Blog für Sie.

 


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