Bio Fahrradöl

von Armin Lenz Umweltverträglich und biologisch abbaubar

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, Kosmetika ohne chemische Zusätze, nachhaltig produzierte Kleidung: Immer mehr Menschen achten, ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe, ganz genau darauf, aus was die Produkte in ihrem Einkaufskorb bestehen.

Doch mal ganz ehrlich: Wie viele von uns haben sich schon ernsthaft Gedanken darüber gemacht, aus welchen Komponenten handelsübliches Kettenöl für Fahrräder besteht und ob es möglicherweise eine umweltverträgliche, gesunde Alternative zu erdölbasierten Schmierstoffen gibt?


So gesundheits- und umweltgefährdend sind Mineralölprodukte

Konventionelle Schmierstoffe für Hydraulik, Getriebe, Federung, Ketten und Lager werden fast ausschließlich aus Erdöl hergestellt, das aus den verschiedensten Regionen der Erde stammt.
Nach langem Transportwegen wird das Öl mittels technisch aufwendiger, energieintensiven Raffinationsprozesse in seine Bestandteile zerlegt.
Das oft so sorglos verwendete Kettenschmieröl auf Mineralölbasis besteht also unterm Strich aus leichten und billigen, mit Wasserstoff aufbereiteten, Erdöldestillaten.

Diese erdölbasierten Schmierstoffe sind in der Lage, langfristige Schäden sowohl auf menschliche Organe, wie die oberen Atemwege, die Leber Lunge, Augen, Haut und das Zentralnervensystem als auch auf Wasserorganismen in Flüssen und Seen zu verursachen.

Nicht umsonst warnen die Hersteller konventioneller Schmierstoffe in ihren Sicherheitsdatenblättern vor Einatmen, Hautkontakt und vor Einleitung in die Kanalisation.
Schon kleinste Mengen im Milligrammbereich können bei in Wasser lebenden Organismen immense Schäden anrichten.

Die von vielen Radsportlern bevorzugten Kettensprays enthalten darüber hinaus gesundheitsschädliche Treibgase wie Propan und Butan, die in der Arbeitswelt unter die MAK-Regelung für maximale Arbeitsplatz-Konzentrationen fallen.


Was unterscheidet biologisch abbaubares Fahrradöl von klassischen Schmierstoffen?

Biologisch abbaubare Schmierstoffe lassen sich laut international anerkannter OECD-Norm in leicht biologisch abbaubare und in nicht leicht biologisch abbaubare Schmierstoffe grob unterteilen. Genauere Aussagen über die biologische Abbaubarkeit ermöglicht die OECD-Testserie 301 (A-F), die die biologische Abbaubarkeit über einen Prüfzeitraum von 28 Tagen testet. Solche Tests belegen, dass erdlölbasierte Schmierstoffe Bestandteile enthalten können, die nur schwer oder gar nicht biologisch abbaubar sind und somit ihr toxisches Gefährdungspotenzial über einen sehr langen Zeitraum ausüben können.

Biologisch leicht abbaubare Schmierstoffe, die das Wasser schützen, bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel Pflanzenöl.
Das in Deutschland hergestellte Bio-Fahrradkettenöl der Firma Danico GmbH, besteht zu mehr als 95 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Öl wird aus natürlichen Sonnenblumen gewonnen, die auf Brachlandflächen in Süddeutschland angebaut werden.

Sonnenblumenfeld
Sonnenblumenfeld © Fotolia/ Doris Oberfrank-List


Bevor die technischen Öle als "ökologisch unbedenklich" oder "biologisch abbaubar" gehandelt werden dürfen, müssen sie eine Vielzahl von Tests nach anerkannten Normen bestehen.

Das BIO-Kettenöl der Firma Danico GmbH, ist als "nicht wassergefährdend" eingestuft und trägt deshalb als einziges Fahrrad-Kettenöl auf dem internationalen Markt das Umweltsiegel "Blauer Umweltengel-weil naturschonend hergestellt-schützt das Wasser" und das EU-Ecolabel.

Das Bio-Kettenöl konnte seine Leistungsfähigkeit in vielen Tests, unter anderem in der bike 06/14 und im Freeride-Magazin 02/15, unter Beweis stellen. In das BEST-OF- MTB-Verzeichnis 2016 des Magazins "World of MTB", wurde BIOTECH Chain Lube als eines der innovativsten Fahrradprodukte der letzten Zeit, aufgenommen. Aufgrund der technischen Eigenschaften werden die BIOTECH-Schmierstoffe auch gerne im Rennbereich von Profis eingesetzt.

Tropfflasche mit Bio Fahrradkettenöl
© Danico Biotech

Warum eignet sich normales Speiseöl nicht zum Schmieren der Fahrradkette?

Im Grunde liegt der Gedanke nahe, anstatt eines Spezialöls doch einfach Sonnenblumenöl aus dem Supermarkt zum Schmieren der Kette zu verwenden.
Experten raten jedoch dringend von derartigen Experimenten ab. Nicht jedes Pflanzenöl ist für Schmierstoffanwendungen geeignet, da die Zusammensetzung des Pflanzenöls eine wichtige Rolle dabei spielt.
Hinzu kommt, dass zum Verzehr bestimmtes Sonnenblumenöl zahlreiche Stoffe enthält, die in Hinblick auf die Ernährung zwar gesund sind, sich jedoch für technische Anwendungen nicht eignen. Die meisten Pflanzenöle enthalten hohe Anteile an ungesättigten OMEGA-3-Fettsäuren, die das Öl an der frischen Luft schnell ranzig machen. Rapsöl oder handelsübliches Sonnenblumenöl enthalten hohe Mengen an instabilen OMEGA-3-Fettsäuren.

Nur Öle mit einem sehr geringen Gehalt an OMEGA-3-Fettsäuren eignen sich grundsätzlich für anspruchsvolle technische Anwendungen. Vor dem Einsatz als technisches Pflanzenöl sind noch weitere Veredelungschritte, wie Entschleimung oder Filtrierung notwendig.
Das BIOTECH-Kettenöl der Firma Danico verwendet als einziges Fahrradkettenöl technisches Sonnenblumenöl, welches sonst nur in hochwertigen und langlebigen Industrieschmierstoffen Verwendung findet.


Richtige Anwendung von Bio-Fahrradöl

  • Alle Kettenglieder werden, bei langsamem Rückwärtsdrehen der Tretkurbel, gleichmäßig mit Öl benetzt.
  • Vor dem Start sollte das Öl mindestens fünf Minuten einwirken.
  • Nach der Tour die Kette durch einen leicht mit Bio-Kettenöl getränkten Lappen ziehen.
  • Nach spätestens drei Anwendungen ist die Fahrradkette dauerhaft auf "BIO" umgeölt.


Übrigens: BIOTECH Chain Lube gibt es als Tropfflasche mit Präzisionsausgießer zu kaufen. Damit lässt es sich fein dosieren und punktgenau auftragen, sodass weder zu wenig noch zu viel Öl auf die Kette gelangt.
Die Flasche kann beim Fachhändler in Ihrer Nähe wiederbefüllt werden.
Das schont die Umwelt und vermeidet unnötigen Müll.

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