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Der optimale Fahrradsattel

 

 

Schmerzfrei im Sattel – nur eine Illusion?

 

Das Gesäß und der Dammbereich gehören zu den Körperregionen, die beim Radfahren am meisten belastet werden.

Beinahe das gesamte Körpergewicht ruht auf einer Fläche, die nur wenige Quadratzentimeter misst.
Die Folgen sind häufig Schmerzen, die vor allem auf langen Strecken den Spaß am Radeln deutlich trüben.
Bei Leistungssportlern wirken sich dauernde Sitzprobleme oft leistungsmindernd aus und verhindern Erfolge.
Um diesem Dilemma zu entkommen, entwickeln Hersteller immer wieder Fahrradsättel mit neuen Formen und aus innovativen Materialien.

 

Alltagskleidung ist nur für kurze Strecken geeignet

Radfahren mit Alltagskleidung kann wegen der Nähte zu Sitzbeschwerden führen.
© www.pd-f.de/ Mathias Kutt

 

Welcher Fahrradsattel passt zu mir?

 

Immer häufiger werden ich angeschrieben und nach meinen Empfehlungen für Fahrradsättel befragt. Da aber alle Menschen verschieden sind und auch verschiedene Fahrräder benutzen ist es nicht möglich eine pauschale Kaufempfehlung auszusprechen.
Aus diesem Grund habe ich verschiedene Modelle entsprechend ihrem Einsatzbereich ausgewählt.
Meine Empfehlungen fahre ich selbst oder habe sie ausgiebig getestet. Mit diesen Sätteln haben meine Kunden positive Erfahrungen gemacht, weshalb sie in meinem Fahrradgeschäft zu Bestsellern wurden.

 

 

 

Fahrradsattel Empfehlung fürs Trekkingrad

 

Für das Trekking- oder Tourenrad werden etwas breitere Sättel benötigt als beim Mountainbike. Die Sitzposition ist etwas aufrechter, dadurch sitzt man etwas weiter aussen auf den Sitzknochen und es lastet mehr Gewicht auf dem Gesäß. Deshalb sind diese Sättel stärker gepolstert.

Ansonsten gilt das gleiche wie beim MTB Sattel. Wer den Druck im Dammbereich reduzieren will braucht einen Stufensattel oder eine Sattel mit Entlastungskanal in der Mitte.

Meine Empfehlung ist hier der Terry Fisio GTC Gel, der SQlab 604 active und der Selle Royal LookIn Moderate.
Den Terry Fisio GTC Gel gibt es in Damen und Herrenausführung. Der Sattel hat eine Aussparung in der Mitte und im Bereich der Sitzknochen Gelauflagen. Außerdem verfügt der Fisio über Stoßdämpfer unter der Sattelschale.

Der SQlab 604 ist für Damen und Herren gleichermaßen geeignet.
Durch die Stufenform wird der Druck auf den Dammbereich um bis zu 70 Prozent verringert. Die active Dämpfung lässt sich in der Härte anpassen.

Beim Selle Royal Lookin Sattel gibt es keine Aussparung dafür ist die oberste Schicht der Polsterung mit einem weichen Gel bezogen. Den Selle Royal gibt es in einer Damen und Herren Version.

 

Trekking & City SQlab Sattel 604 Active, 17 cm Fahrradsattel Trekking

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Fahrradsattel Kaufempfehlung fürs Citybike und Hollandrad

 

Auf dem Holland- oder Cityrad ist die Sitzposition noch aufrechter als beim Tourenrad deshalb müssen die verwendeten Sättel noch etwas breiter sein.

Wer den Dammbereich entlasten möchte sollte sich für den SQlab 621 active entscheiden.
Dieser bietet 75% Dammentlastung und Komfort durch das Stufensattel Prinzip und das active Dämpfungssystem.

Den Terry Anatomica Flex Gel gibt es wieder in zwei Versionen für Damen und Herren.
Beide haben die typische Aussparung in der Sattel Mitte, aufgrund der die Durchblutung im Damm verbessert wird.
Außerdem kommt als Polsterung Gel zum Einsatz. Für zusätzlichen Entlastung des Rückens sorgt die Stoßdämpfung.

Wer den Druck lieber auf eine größere Fläche verteilen möchte ist mit dem Selle Royal Lookin Relaxed Sattel sehr gut beraten.
Die obere Polsterung besteht aus einer Gelschicht die die Vibrationen und leichten Stöße abmildert.
Zusätzlich hat das Modell noch eine Elastomerdämpfung für die gröberen Stöße.

 

Selle Royal Lookin Relaxed

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Kernledersättel

 

Wer einen klassischen Ledersattel bevorzugt muss damit rechnen das es mehrere hundert Kilometer braucht bis der Sattel sich an die Körperform angepasst hat.

Nach dieser Einfahrzeit sind Kernledersättel meist sehr bequem. Da es sich bei einem Kernledersattel um ein Naturprodukt handelt kann es vorkommen das der Sattel abfärbt, deshalb sollte man keine hellen Hosen tragen. Außerdem benötigt ein Ledersattel regelmässige Pflege mit einem Lederfett oder Wachs. Beim Kauf eines solchen Sattels sollten sie das Fett gleich mit kaufen.
Die beliebtesten Ledersättel sind die Modelle von Brooks.

Der Brooks Flyer eignet sich am besten fürs Trekkingbike der Brooks B67 passt besser auf Tourenräder mit aufrechter Sitzposition. Beide Modelle haben einen Sattelrahmen mit Stahlfedern für bestmöglichen Komfort.

 

FLYER BLACK

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Trekking & Alltag Brooks Flyer S Damen Fahrrad Leder Sattel

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Mountainbike-Sattel Kaufempfehlung

 

Wer beim Mountainbiken starken Druck im Dammbereich verspürt sollte sich für einen SQlab Sattel entscheiden.
SQlab Sättel sind Stufensättel. Durch die besondere Bauweise ist der vordere Sattelbereich deutlich tiefer. Der Druck im Dammbereich wird je nach Modell um bis zu 75% reduziert.

Für Personen die im Bereich der Sitzknochen Schmerzen verspüren sind SQlab Sättel weniger geeignet, denn durch die Stufenform wird das Gewicht des Oberkörpers auf die relativ kleine Fläche um die Sitzknochen verlagert.
Im Normalfall gewöhnt sich das Gewebe und  die Knochenhaut um die Sitzknochen nach zwei bis drei Fahrten an die Belastung und der Schmerz verschwindet.

Meine Empfehlung fürs Mountainbike ist der SQlab 611 active und der 611 Ergowave active.
Der Dammbereich wird beim 611active um 75 Prozent und beim 611 Ergowave um bis zu 63 Prozent entlastet.
Zusätzlich erhöht die active Dämpfung den Komfort und verbessert die Tretbewegung, da sich das Becken beim pedalieren mitbewegen kann.

Wer empfindliche Sitzknochen hat sollte sich für den Ergon SMA3 All Mountain Sattel entscheiden.
Das Gewicht kann sich auf eine größere Fläche verteilen dadurch werden die Sitzknochen entlastet. Ein Entlastungskanal reduziert den Druck im Dammbereich.

 

 

Mountainbike Ergon SMC4 Komfort Fahrradsattel

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Fahrradsättel für das Rennrad

 

Je tiefer der Oberkörper beim Radfahren desto schmaler muss der Sattel sein.

Deshalb sind auf Renn- und Triathlonrädern schon vom Hersteller sehr schmale Sattelmodelle verbaut. Aber auch hier lässt sich der Komfort mit einem passenden Sattel deutlich verbessern.
Von SQlab empfehle ich den 612 Ergowave active. Die Stufe reduziert den Druck um bis zu 60 Prozent. Die active Dämpfung verbessert den Tritt und den Komfort.

Der neue Ergon SR Rennradsattel hat einen tiefen Entlastungskanal für den Dammbereich. Die Sattelform ist speziell für die Sitzposition auf dem Rennrad entwickelt.

Die Selle SMP Sättel haben ein ungewöhnliches Design.
Ein durchgehender Mittelkanal entlastet den Dammbereich und das Steißbein. Die abgesenkte Sattelnase entlastet die Genitalien.

 

MTB & Rennrad & Fitnessbike SELLE SMP MTB-Sattel „Extra“

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Die Auswahl an Sätteln ist riesig

 

Ein Fahrradsattel sollte entsprechend dem Fahrradtyp und der Sitzposition ausgewählt werden. Alleine der Onlineshop von Brügelmann hat für Damen, Herren und Kinder fast eintausend verschiedene Sattelmodelle zur Auswahl, auch die von mir empfohlenen.
Dank der einfachen Filterfunktion findet dort jeder schnell seinen passenden Fahrradsattel.

 

 

Welche Kriterien beeinflussen den Sitzkomfort ?

 

Ist tatsächlich allein der Fahrradsattel für die Probleme beim Sitzen, inklusive Schmerzen verantwortlich?

Welche Komponenten spielen außerdem eine Rolle?

Wie können Freizeitradler und ambitionierte Sportler das Problem am besten lösen?

 

Fahrradsattel richtig einstellen

Genauso wichtig wie der richtige Fahrradsattel ist auch die optimale Einstellung um Schmerzen zu vermeiden. www.pd-f.de/ Kay Tkatzik

 

Wissenschaftler, wie Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln, haben sich mit dem Thema eingehend beschäftigt. Im folgenden Beitrag möchten wir Sie an den interessanten, teils überraschenden Ergebnissen der Untersuchungen teilhaben lassen.

 

Sitzprobleme – (k)ein lästiges Übel?

 

Unbestritten hängt die intensive Nutzung des Fahrrades als tägliches Fortbewegungsmittel bzw. als Freizeitsportgerät in großem Maß vom Fahrkomfort ab.
Auch die besten Vorsätze, wie etwa, sich künftig mehr an frischer Luft zu bewegen, auf langen Touren die Natur zu genießen oder für den Weg zum Büro die Benzinschleuder gegen ein umweltfreundliches Fahrrad einzutauschen, verpuffen rasch, wenn nach wenigen Minuten im Sattel der Po schmerzt.

Häufig werden dann noch verschiedene Sättel ausprobiert:

    • Schmal,
    • breit,
    • gefedert,
    • ungefedert,
    • Leder,
    • dicke Gelpolsterung usw.

Wenn auch das nichts hilft, kann schmerzendes Sitzfleisch den Fahrspaß derart beeinträchtigen, dass das Rad immer seltener zum Einsatz kommt und irgendwann ganz im Keller landet.

Doch wer nun meint, jeder aktive Triathlet, Rennfahrer oder Mountainbiker hat bezüglich Form, Größe und Beschaffenheit seines Fahrradsattels die ultimative Lösung gefunden, irrt.
Viele ambitionierte Radler landen früher oder später im Wartezimmer eines Arztes, weil ihr Sattel besser zur Optik ihres Rades passt als zu ihrem Körper und dessen Bedürfnissen.

 

Radhosen mit Polster verhindern Sitzbeschwerden

Auch Radsportler sind nicht immer frei von Sitzbeschwerden. © www.vaude.com/ pd-f

 

Deshalb ist sich Prof. Froböse mit seinen Kollegen einig:
Damit Freizeitradler gerne aufs Rad steigen und Radsportler mehr Leistung erbringen können, müssen sie insgesamt ergonomisch und körpergerecht auf ihrem Sportgerät sitzen.

Das bedeutet:

    • Alle Kräfte, allen voran die Druckkräfte, die an den wichtigsten Mensch-Fahrrad-Kontaktstellen wirken, sind so gleichmäßig wie möglich zu verteilen.
    • Die wichtigsten Kontaktstellen sind Füße-Pedale, Hände-Lenkergriffe und Gesäß-Sattel.
    • Sitzprobleme sind immer individuell, sodass auch die jeweiligen Einstellungen stets individuell, idealerweise mit Unterstützung eines geschulten Fachmanns vorgenommen werden müssen.

 

 

Fahrkomfort ist nicht unbedingt bequem

 

Viele Menschen gehen laut Prof. Froböse mit völlig überzogenen Vorstellungen an den Sitzkomfort beim Radfahren heran.

Seinen Erfahrungen zufolge haben vor allem die sogenannten „Genussradler“ häufig den Anspruch, dass der Sattel keinesfalls drücken darf.

Den wichtigsten Grund für dieses Denkmuster sieht der Professor in dem Vorurteil, dass Druck im Bereich der Dammregion sofort einen negativen Einfluss auf die männliche Potenz bzw. die weibliche Fruchtbarkeit nimmt und somit schädlich ist.
Diese Bedenken sind zwar nicht vollständig von der Hand zu weisen, dennoch gehört laut Prof. Froböse ein wenig Druck aufs Gesäß zum Radfahren ganz einfach dazu.

Anders als beim Sitzen im gemütlichen Sessel benötigt der Radler ausreichend Bewegungsfreiheit. Darüber hinaus muss der Sattel so beschaffen und eingestellt sein, dass er seinem Nutzer eine stabile Haltung vermittelt, mit der er sein Gefährt sicher kontrollieren kann.

Und wenn man sich vor Augen führt, dass der größte Teil des Körpergewichtes auf der vergleichsweise winzigen Sattelfläche lastet, ist es ganz normal, dass es drückt. Wichtig ist, dass dieses Gefühl eine bestimmte Intensität nicht überschreitet.

 

 

Ist ein weicher Fahrradsattel grundsätzlich bequemer als ein harter?

 

Im Zuge der Studien an der Kölner Sportschule wurde auch diese Problematik ausgiebig untersucht.

Das überraschende Ergebnis verblüffte vor allem die Gelegenheitsradler.
Die Auswertungen ergaben nämlich, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Fahrer, die zu weich sitzen, leiden häufiger unter Sitzproblemen als andere.

Der Grund liegt in der ungünstigen Druckverteilung. Weiches Sattelmaterial verlagert den Sitzdruck aus der normalen Druckzone, die sich unmittelbar unter den Sitzbeinhöckern befindet, nach außen. Hier bilden sich Wülste, die im Laufe der Zeit anfangen zu schmerzen.

Den Studienergebnissen zufolge ist ein harter Sattel, in Verbindung mit einer gepolsterten Radhose plus Sitzcreme, so wie es die Profis praktizieren, besser. Schließlich scheuert der ergonomischste Sattel an der Hosennaht.

An dieser Stelle wird so mancher Alltagsradler einwenden, dass er schlecht mit gepolsterter Hose zum Geschäftstermin fahren kann.
Auch Freizeitradler haben nicht immer Gelegenheit und Muße situationsbedingt die Kleidung zu wechseln. Laut Wissenschaft stellt dieses Thema ein echtes Dilemma dar, das jeder für sich persönlich lösen muss.

 

 

Gibt es den optimalen Fahrradsattel überhaupt?

 

Die Auswahl an Fahrradsätteln ist riesig, wobei häufig ein schickes Design vor funktioneller Qualität steht. Wie viele seiner Kollegen rät Prof. Froböse, verschiedene Sättel auszuprobieren und letztendlich den zu wählen, der sich, unabhängig von seiner Optik, am besten anfühlt.
Zusätzlich empfiehlt es sich, folgende Hinweise zu beachten:

    • Jedes Gesäß ist anders. Was der eine als top bequem empfindet, ist für den anderen ungemütlich.
    • Ein guter Sattel passt sich dem Körper an.
    • Er lässt seinem Nutzer ausreichend Bewegungsfreiheit.
    • Der Werbeslogan „Ergonomie“ ist kein Qualitätskriterium, sondern eine Grundbedingung, die jeder Sattel erfüllen muss.
    • Eine geschlechterspezifische Unterscheidung in Damensattel und Herrensattel ist nicht zwingend erforderlich. Lediglich die die Breite (Abstand der Sitzbeinhöcker) sowie die optimale Einstellung sind wichtig.

Um zu unserem Ausgangspunkt zurückzukommen: Es mag nun vielleicht den Anschein haben, dass vollkommen schmerzfreies Sitzen auf dem Fahrradsattel eine Illusion ist.

Hier rät der Experte, Folgendes zu bedenken: Auch Weltklasseprofis schmerzt nach längerer Trainingspause der Hintern. Schließlich besteht das menschliche Gesäß zum Großteil aus Muskulatur. Und Muskeln müssen sich immer an Belastungen gewöhnen, indem sie trainiert werden. Deshalb ist es vollkommen normal, wenn der Po auf den ersten Touren schmerzt – den Profis genauso wie den Hobbyradlern. Erfahrungen zufolge verschwindet dieses Problem bereits nach zwei bis drei Touren innerhalb einer Woche von allein.

 

 

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