Fahrradhelm • Sicherheit ohne Kopfschmerzen

von Armin Lenz (Kommentare: 1) Für jeden Kopf gibt es den passenden Fahrradhelm

Obwohl das Tragen eines Fahrradhelmes gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, belegen zahlreiche Studien, dass er seinen Träger im Falle eines Unfalls vor schwerwiegenden Kopfverletzungen schützt und unter Umständen sogar Leben retten kann.

Glücklicherweise sind nahezu alle Modelle bezüglich Eigengewicht und Komfort im Laufe der letzten Zeit viel besser geworden.

Falls Sie zu den Radlern gehören, die noch immer ohne Fahrradhelm unterwegs sind, weil Sie unliebsame Erinnerungen an einzelne Probeläufe vor etlichen Jahren haben, können wir Sie beruhigen. Moderne Helme sind leicht und bequem.
Auf dem Portal Fahrradhelm-Test erhalten Sie noch mehr Infos zum Thema Fahrradhelm. Mit dem Fahrradhelm Finder wird die Helmsuche ganz einfach.

Familienradtour bei derdie ganze Familie einen Fahrradhelm trägt.
Vorbildlich die ganze Familie trägt Fahrradhelme © Pending System/Cube
Viele Helmangebote von Alpina*, Bell*, Giro* und Uvex* gibt es derzeit auf Amazon*

Für jeden Radsportler ein passender Fahrradhelm

Der Helm muss Sie natürlich in erster Linie vor Kopfverletzungen schützen. Darüber hinaus sollte er möglichst gut aussehen.

Doch der sicherste und schönste Helm führt zu Frust, wenn er nicht richtig passt oder falsch sitzt. Dann kann es nämlich passieren, dass er bereits nach wenigen Minuten ziehende Schmerzen hinter der Stirn oder gar bohrende Kopfschmerzen verursacht.


Der Helm sollte zur Kopfform passen

Kinder und Frauen benötigen kleinere Helmschalen, die nicht überdimensional auf dem Kopf thronen. Andererseits sieht ein schmal geschnittener Helm mit eigentlich passendem Umfang auf einem runden Kopf komisch aus.

Markenhersteller haben bei Ihren Modellen immer auch verschiedene Schalenformen so dass es für jede Kopfform den richtigen Helm gibt.
Sofern Sie zu den Menschen mit einem Kopfumfang unter 52 oder über 62 Zentimetern gehören, fragen Sie Ihren Fahrradhändler denn einige Hersteller bieten eine Teil ihrer Modelle in Unter- und Übergrößen an.

Frau mit Fahrradhelm
Fahrradhelme bieten nicht nur Schutz sie sehen auch schick aus. © www.abud.de/pd-f


Die richtige Größe

Falls es Ihr Budget zulässt, sollten Sie einen Markenhelm aus dem Fachhandel wählen. Im Vergleich zu diversen Billigangeboten gibt es hier bedeutend mehr Größenabstufungen, häufig sogar individuelle Größen. Außerdem sind die Gurte und die Einstellmöglichkeiten besser.

Beim Fahrradhändler kann man verschiedene Helme und Schalenformen anprobieren und bekommt sein Modell auch richtig eingestellt.


Richtiger Sitz

Setzen Sie den Helm gerade auf den Kopf. Der Helm sollte so sitzen dass die Stirn und der Hinterkopf größtenteils umschlossen sind.
Durch den Überstand des Helmes an der Stirn wird auch die Gesichtspartie bei einem Sturz geschützt.

Die Riemen werden so eingestellt dass ein Dreieck entsteht das unter dem Ohren zusammen läuft. Der Kinnriemen wird gerade so lang eingestellt dass ein Finger zwischen das Kinn und den Riemen passt.

Damit der Helm auf dem Kopf gut sitzt sollte der Verstellmechanismus, oftmals in Form eines Drehknopfes, so eingestellt werden dass der Helm beim Kopfschütteln nicht wackelt. Aber Vorsicht wenn der Mechanismus zu stark angezogen wird kann das auf Dauer zu Kopfschmerzen führen.

Wichtig für die Sicherheit: Die Gurte müssen richtig eingestellt sein damit sich der Helm bei einem Unfall nicht vom Kopf streifen lässt.


Leichtgewichte bevorzugen

Als Faustregel gilt: "Je leichter, umso besser." Ein moderner Fahrradhelm wiegt weniger als 300 Gramm. Helme um 250 Gramm sind auf dem Kopf kaum noch zu spüren.

Schwere Modelle belasten hingegen die Halswirbelsäule, was zu Verspannungen führt und Kopfschmerzen verursachen kann.

Mountainbikerinnen überqueren eine Brücke
Für den sportlichen Einsatz ist es wichtig das der Fahrradhelm gut belüftet ist. © Pending System/Cube


Sinnvolle Details

Intelligent platzierte Lüftungsschlitze schützen vor Hitzestau unter dem Helm. Netze zwischen den Schlitzen halten Insekten, wie Wespen oder Bienen vom Kopf fern.

Nachts bieten Reflexstreifen und im Helm integrierte rote LED Blinkleuchten zusätzlich Sicherheit.



Weitere Blogartikel:

Fahrradhelm und Sonnenschutz

Fahrradbrille: Schutz für die Augen

Noch mehr Artikel mit dem Thema Schutz für Radfahrer

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von torsten ertmann |

Das mit dem Helm ist sicher eine gute Sache, dient sie doch der persönlichen Sicherheit. Ich habe mich für ein Autofreies Leben entschieden und trage -- keinen Helm!
Das Problem ist nämlich, dass ich den Kinngurt nicht vetrage. Ich bekomm bei dem leichtesten Druck am Hals starken Würgereiz. Und im Winter, bei -15 Grad Celsius passt eine Mütze leider auch nicht darunter. Über diese Probleme liest man leider trotz umfangreicher Recherche im Internet so gut wie gar nichts. Es wäre toll, wenn es auch Berichte z.B. über alternative Verschlußsysteme und "wintertaugliche" Helme gäbe. Übrigens: "Schick" braucht eibn Helm nicht sein, er muß schützen und bequem sitzen.

Antwort von Armin Lenz

Ich fahre täglich mit meinem Rad zur Arbeit und natürlich auch in der Freizeit. Im Winter trage ich eine dünne Unterziehmütze mit Windstoppermembran unter dem Helm. Wenn die Temperaturen in den Minusbereich gehen ziehe ich zusätzlich eine Regenhaube von Vaude über den Helm um die Lüftungschlitze zu schließen.
Zum Schutz der Ohren benutze ich ein Schlauchtuch ( Buff oder HAD) das ich vom Hals über die Ohren hochziehe.

Schauen Sie sich mal die Helmverschlüsse von Alpina oder Uvex an. Der Verschluss hat kein Klick- sondern ein Ratschensystem das ich jederzeit mit einer Hand sogar während der Fahrt verstellen kann. Toller Nebeneffekt ich muss nicht jedesmal die Helmgurte neu einstellen nur weil ich eine Mütze unterziehen will. Durch die stufenlose Anpassung könnten Sie sich langsam an die Gurte gewöhnen. Der Verschluß ist noch zusätzlich mit einem Polster versehen.