Pedalachsverlängerung am Fahrrad

von Armin Lenz Warum brauche ich eine Pedalachsverlängerung

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Wer braucht eine Pedalachsverlängerung?

Normale Pedale und Klickpedale haben nur wenig seitlichen Spielraum. Vor allem bei Klickpedalen ist die Bewegungsfreiheit durch die feste Verbindung sehr gering.

Bei modernen Fahrradrahmen gibt es durch die kompakte Bauweise und die immer breiter werdenden Hinterbauten nur sehr wenig Platz zwischen den Hinterbaustreben und der Ferse, vor allem bei großen Füßen.

Wenn die natürliche Beinstellung auf dem Pedal von oben betrachtet v-förmig ist, kann es ebenfalls zwischen dem Rahmen und den Füßen eng werden. Bei vollgefederten Mountainbikes mit breiten Reifen kommt es häufig zu Kontakt zwischen der Wade und Sitzstrebe.

Menschen mit einer Behinderung oder einer Prothese können die Füße oftmals nicht normal auf die Pedale stellen, sie müssen diese weiter außen aufsetzen.

Für diese Problemstellungen gibt es Pedalachsverlängerungen fürs Fahrrad.
Durch die Vergrößerung des Q-Faktors (Abstand der Pedale zueinander) sorgen sie dafür dass:

  • der Fuß oder die Wade nicht am Rahmen streift.
  • der Fuß in seiner natürlichen Stellung auf dem Pedal steht und dadurch Schmerzen im Knie oder dem Wadenbein vermieden werden.
  • Menschen mit einem Handicap weiterhin Fahrrad fahren können.


Achtung: Pedalachsverlängerungen können nicht mit Pedalen verwendet werden, die mit einem Innensechskantschlüssel (Inbusschlüssel) montiert werden müssen.
Nur Pedale, die mit einem Gabelschlüssel montiert werden sind geeignet.

Die meisten Pedalachsverlängerungen haben ein Gewindemaß von 9/16". Dieses Maß ist an Fahrrädern mittlerweile Standard, ausgenommen einfache Kinderräder und BMX-Räder.


Bei der V-Stellung kann die Ferse an der Kurbel und an der Sitzstrebe streifen (Bild 1 und 2). Bei breiten Rahmen kommt es oft zum Kontakt von Wade und Sitzstrebe ( Bild 3).


Die Montage

Pedalarmverlängerungen werden immer paarweise verkauft. Bei der Montage ist es wichtig auf die richtige Seite zu achten. Auf der rechten Seite haben die Pedale und damit auch die Achsverlängerung ein Rechtsgewinde und auf der linken Seite ein Linksgewinde.
Die Gewinde sollten vor der Montage gefettet werden damit sich die Verlängerungen und auch die Pedale jederzeit wieder lösen lassen.
Sowohl die Achsverlängerung als auch die Pedale müssen mit einem Drehmoment zwischen 30 und 35 Newtonmeter angezogen werden.


Vorsicht: Bodenfreiheit beachten

Wenn sie Pedalachsverlängerungen am Fahrrad montieren, sollte anschließend unbedingt die Bodenfreiheit in Schräglage kontrolliert werden. Je breiter die Achsverlängerung ist, desto geringer wird die Bodenfreiheit. Die Pedale setzen in Schräglage früher auf.

Die Firma Ergotec aus Wickede/Ruhr bietet ein Pedalachsverlängerungs Set* an. Die Teile sind aus Edelstahl gefertigt, wiegen etwa 78 Gramm und erhöhen den Q-Faktor je Seite um 18 Millimeter.



Alternativen zur Pedalachsverlängerung


Die Ergonomiespezialisten von SQlab bieten Pedale mit vier verschiedenen Achslängen an.

Die Pedale gibt es als Standardausführung und 5 Millimeter kürzer und in zwei Versionen die 8 und 15 Millimeter länger sind.
Sie werden fürs Mountainbike und Rennrad als beidseitiges Klickpedal*, als Trekking mit einseitigem Klickmechanismus* und als normales Pedal* angeboten.

Mehr Informationen zu Pedalen und Kurbeln gibt es im Testbericht über Kurbelverkürzer.

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