Radfahren bei Hitze

von Armin Lenz Radfahren im Sommer

Die Luft ist heiß, über den Wiesen und in den Wäldern hängt der typische Duft des Sommers

Um Radfahren bei Hitze so angenehm wie möglich zu gestalten, gilt es, einige Regeln, wie "Richtig trinken" oder "Vernünftige Zeitplanung", zu beachten.
Auf Höchstleistungen sollten Freizeitradler jetzt besser verzichten, sondern lieber im Schatten einige Pausen zusätzlich einrichten. Was Sie konkret noch tun können, erfahren Sie jetzt.


Radfahren bei Hitze: Rechtzeitig und ausreichend trinken!

Was schon bei normalen Temperaturen empfehlenswert ist, gilt jetzt erst recht:
Trinken Sie, bevor sich das Durstgefühl einstellt.
Was manche Freizeitsportler nicht wissen: Richtig trinken bedeutet keineswegs, sporadisch Unmengen an Flüssigkeit in sich hineinzuschütten. Besser ist gleichmäßiges und stetiges Trinken.

Als Getränke empfehlen sich Wasser ohne Kohlensäure, eventuell mit Fruchtsaft gemischt, Früchte- oder Kräutertees. Sehr sinnvoll und erfrischend ist auch leicht verdauliches, wasserhaltiges Obst, wie beispielsweise Wassermelone.

Alkohol ist hingegen absolut indiskutabel. Selbst ein "Radler" (Mix aus Bier und Limonade) kann fatale Folgen, wie Kreislaufprobleme oder Gleichgewichtsstörungen nach sich ziehen.

Radfahrerin macht Pause und trinkt Wasser
Bei großer Hitze ist regelmässiges Trinken sehr wichtig! © Fotolia/ Ermolaev Alexandr


Vorsicht vor der Montagfalle!

Falls Sie eine längere Tour planen, sollten Sie sich montags und dienstags keinesfalls auf am Streckenverlauf befindliche Lokale verlassen.
An diesen beiden Tagen haben viele Gaststätten und Biergärten erfahrungsgemäß Ruhetag! Wenn Sie die Möglichkeit haben zwei Getränkehalter an ihr Fahrrad zu montieren sollten sie das gerade im Sommer unbedingt tun.
Rechnen Sie mit circa einem Liter Flüssigkeit pro Stunde und nehmen Sie lieber eine Flasche zu viel als zu wenig mit.


Kopfbedeckung und Sonnenschutz nicht vergessen!

Falls Sie Helm tragen, brauchen sie keine weitere Kopfbedeckung als Sonnenschutz. Ein darunter getragenes, leichtes Baumwolltuch, das Sie ab und zu mit Wasser benetzen, kühlt Ihren Kopf zusätzlich.

Ebenso wichtig wie richtig trinken, ist das Eincremen vor der Fahrt mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Auf längeren Touren packen Sie Ihr Sonnenschutzmittel bitte mit ins Fahrradgepäck, weil der Schutz durch das Schwitzen verloren geht und regelmäßig erneuert werden muss.

Frau mit Fahrradhelm im Sommer Ein Helm schützt nicht nur bei einem Unfall er dient auch als Sonnenschutz. © www.abus.de/pd-f


Vorsicht am Nachmittag!

Die größte Belastung durch Hitze und Ozon tritt Statistiken zufolge in der Zeit zwischen 14.00 und 17.00 Uhr auf, weil sich dann auch der Boden durch die Sonnenstrahlen maximal erwärmt hat.
Tourenradler wählen deshalb besser die kühleren Morgen- und Abendstunden für ihre Hauptaktivitäten und machen in der größten Hitze Pause.

Radfahren bei Hitze und übertriebener Ehrgeiz ist keine gute Kombination! Hören Sie deshalb unbedingt auf die Stimme Ihres Körpers.
Bei ersten Anzeichen von Unwohlsein sollten Sie unbedingt ein schattiges Plätzchen aufsuchen, die Beine hochlagern und auf alle Fälle richtig trinken.


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