Ratgeber • Fahrradtypen und Sitzposition

Je nach Fahrradtyp variiert die Sitzposition und Körperhaltung

Dadurch verändert sich auch die Gewichtsverteilung an den Händen, am Gesäss und an den Füssen.


Hollandrad

Beim Hollandrad kommt durch die aufrechte Sitzposition sehr wenig Druck auf Hände, Handgelenke und Ellbogen. Allerdings eignet sich das Hollandrad eher für kurze Strecken in flachem Gelände. Durch die aufrechte Position ist sportliches Fahren nicht möglich. Zusätzlich muss die Rückenmuskulatur den Oberkörper aufrecht halten wodurch sie schnell ermüdet. Der Oberkörper sackt zusammen und es bildet sich ein Rundrücken.

Cityrad

Auf dem Cityrad ist der Oberkörper leicht nach vorne geneigt.  Es eignet sich für den Nahverkehr oder für leichte, gemütliche Radtouren. In dieser aufrechten Sitzposition überblickt man den Stadtverkehr sehr gut.

Sitzposition auf Holland- und Cityrad
Oberkörperhaltung auf dem Holland- und Cityrad © Fahrrad&Gesundheit.de


Trekkingrad

Auf dem Trekking- oder Tourenrad ist die Sitzposition etwas sportlicher. Der Winkel zwischen Oberkörper und Armen liegt zwischen 70° und 90°. In dieser Sitzposition haben wir eine ergonomische Gewichtsverteilung. Das Trekkingrad eignet sich hervorragend als Alltagsgefährt und für die Radreise.

Sitzposition Trekking- und Mountainbike
Oberkörperhaltung auf dem Trekking- und Mountainbike © Fahrrad & Gesundheit.de

Cross- Mountainbike und Rennrad

Das Mountainbike oder Rennrad ermöglicht eine sehr sportliche Fahrweise. Der Winkel zwischen Oberkörper und Armen ist meist größer als 90 Grad. Dadurch verbessert sich die Aerodynamik und beim Pedalieren kann man mehr Kraft aufs Pedal ausüben.
Der Nachteil dieser Sitzposition ist: Rücken, Schultern, Arme, Hände und Handgelenke müssen einen großen Teil des Körpergewichtes tragen.

Pedelec oder Elektrofahrrad

Das E-Bike gibt es auch in den oben aufgezählten Fahrradkategorien.
Bei gesundheitlichen Einschränkungen, mangelnder Fitness oder zu wenig Zeit, kann man mit einem E-Bike ( Pedelec) große Strecken fahren, ohne daß man sich dabei verausgaben muss.

Für Menschen die längere Zeit pausiert haben ist der Einstieg in den Sport mit einem E-Bike optimal. Mit dem Elektrorad werden die Muskeln, Gelenke, das Herz und der Kreislauf langsam an die Belastung des Radfahrens gewöhnt.

MTB und Citypedelec
Mountainbike als Pedelec © www.pdf.de/Kay Tkatzik und Cityflitzer mit E-Motor © www.Flyer.ch/pd-f


Natürlich gibt es noch mehr Fahrradkategorien

Zeitfahr- oder Triathlonräder finden hauptsächlich in Wettkämpen ihren Einsatz. Der Fahrer hat sich durch das Training an die sehr sportliche Sitzposition gewöhnt. Für einen Alltags- oder Hobbyradler ist diese aerodynamische Position zu unbequem.

Triarad und Liegedreirad
Triathlonfahrer im Wettkampf© www.felt.de/pd-f  Liegerad mit drei Rädern und Federung © hpvelotechnik.com/pd-f


Liegend Radfahren

Eine weitere Kategorie sind die Liegeräder. Diese gibt es mit zwei oder drei Rädern. Für Menschen mit Behinderung ist ein dreirädriges Liegerad oftmals eine Möglichkeit aus eigener Kraft mobil zu sein. Aber auch Menschen ohne Einschränkungen haben mit dem Liegerad jede Menge Fahrspass.

Liegeräder eignen sich als Nahverkehrsmittel genauso wie zur Radreise. Durch die niedrige Sitzposition hat man einen deutlich geringeren Luftwiderstand. Die schnellsten von Muskelkraft angetriebenen Fahrzeuge sind aus diesem Grund die Liegeräder. Viele dieser Fahrzeuge kann man auch mit einer Verkleidung ausrüsten. Diese verbessert die Aerodynamik und bietet Schutz vor Regen und Kälte.

Liegedreirad mit Wind und Wetterschutzschild
Liegedreirad Scorpion von HP Velotechnik © www.hpvelotechnik/pd-f


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