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Suchtprävention durch Radsport

 

Radsport als Suchtprävention für Jugendliche

 

Die heutige Eltern- und Großelterngeneration nutzte während ihrer Kinder- und Jugendzeit das Fahrrad als alltägliches Fortbewegungsmittel, als Freizeit-, Spiel-, Spaß- und Sportgerät gleichermaßen.

Das sieht heute, vor allem in den Städten, gravierend anders aus.
Bereits die Jüngsten sitzen stundenlang vor Computern, Fernsehern und Spielekonsolen.
Jugendliche sind kaum mehr dazu in der Lage, sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr sicher zu bewegen.
Fahrradfahren als Hobby findet nur noch abseits des Mainstreams statt.

 

Jugendliche Mountainbiker

Strahlende Kinder beim Radfahren © grafikplusfoto – Fotolia

 

Hinzu kommen ungesunde Ernährung mit jeder Menge Fast Food, Cola und Co. sowie das positive Image von Alcopops, Zigaretten und Partydrogen.

Ob exzessives Spielen, Fernsehen, Essen, Rauchen oder Drogenkonsum:
Bereits heute hat unsere Gesellschaft mit den verheerenden Folgen des Suchtmittelkonsums vieler Heranwachsender zu kämpfen.

 

Motive für suchtgefährdendes Verhalten Jugendlicher

 

Woher kommt das positive Ansehen von Alkohol oder Zigaretten unter Jugendlichen?

Befragungen machen immer wieder deutlich, dass gerade Jungs das Rauchen und Trinken als typisch männliche Verhaltensweisen verstehen. Der Wunsch, erwachsen und selbstbewusst zu sein oder auch dem oftmals anstrengenden Alltag zu entfliehen, lassen sie zur Flasche oder zu Zigarette greifen bzw. führen dazu, sich in Computerspielen zu verlieren.

Bei Mädchen geht es häufig um Gruppenverhalten, Schlank bleiben um jeden Preis und/oder sexuelle Attraktivität. Häufig kommen noch Probleme innerhalb der Familie und der Mangel an positiven, erwachsenen Vorbildern hinzu.

Eines sollten sich Eltern, Lehrer, Erzieher und Trainer bewusst machen:
Sucht ist nicht immer mit Drogenkonsum gleichzusetzen.
Jeder Mensch trägt ein gewisses Suchtpotenzial mit sich herum, was sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise äußern kann.
Die Palette reicht von Alkoholmissbrauch über Computerspielsucht bis hin zu regelmäßigem Nikotin- und Drogenkonsum.
Gerade Jugendliche leben häufig nach dem Motto: „Ich will alles, und zwar sofort!“

 

 

Kinder bei einem Radrennen

Bereits die Kleinsten begeistern sich für Radrennen. ©www.pd-f.de/Pressedienst Fahrrad

 

Sport als Drogen-, Gewalt und Suchtprävention

 

In der Prävention, was so viel wie „Vorbeugung“ bedeutet, geht es in erster Linie darum, die Freude am genussvollen Leben zu ergründen oder zu verstärken.

Gerade für Kinder und Jugendliche ist der Radsport ein hervorragendes Mittel, die Welt in ihrer Vielfalt zu entdecken und zu erleben. Wichtig ist, dass die Sportart Spaß macht, und möglichst in einer Gruppe Gleichgesinnter und unter qualifizierter Anleitung stattfindet.
Gerade Ausdauersportarten, wie der Radsport spornen Heranwachsende an, sich mit Gleichaltrigen zu messen und die eigenen körperlichen und mentalen Grenzen zu erfahren.

Regelmäßiges Training schult nicht nur Kraft, Koordination und Kondition, sondern zwingt die Heranwachsenden dazu, sich mit Gefühlen, wie Motivation, Freude, Mut, Frustration sowie mit den eigenen Gedanken auseinanderzusetzen.

 

Radsport im Verein

 

Ob Rennradsport, BMX oder Mountainbike: Gerade im Kinder- und Jugendsport haben Trainer nicht nur die Aufgabe, ihren Schützlingen Theorie und Praxis der jeweiligen Sportart beizubringen und sie zu mehr Leistung anzuspornen.

Sie haben auch eine wichtige Vorbildfunktion.

Suchtprävention bedeutet hier eindeutig auch das ehrliche Vorleben wünschenswerter Verhaltensweisen. Dazu gehört beispielsweise, dass der Übungsleiter selbst nicht raucht, dass bei Radsportveranstaltungen in der letzten Rennrunde keine Koffeinhaltigen Limonaden zum Aufputschen gereicht werden.
Denn irgendwann reichen dem jungen Sportler die legalen Aufputschmittel nicht mehr aus und er greift zur illegalen Leistungssteigerung.

 

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