Rollentrainer: Wie wird aus meinem Fahrrad ein Heimtrainer?

von Armin Lenz (Kommentare: 2) Mit Rollentraining lässt sich der Winter noch retten

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Die Tage sind kurz, das Wetter ist schlecht. Viele passionierte Biker haben ihr Rad in den Winterschlaf geschickt und versuchen auf andere Art und Weise irgendwie in Form zu bleiben.

Allen Fahrradbegeisterten, die das konventionelle Radtraining bereits jetzt schmerzlich vermissen, möchten wir im Folgenden eine hervorragende Alternative vorstellen. Ob im Keller, in der Garage oder im Wohnzimmer: Mit Rollentraining lässt sich der Winter noch retten. Versprochen!

Rollentrainer: verschiedene Systeme

Wer sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat, wird im ersten Moment verwirrt sein.
Ein Rollentrainer macht aus einem normalen Fahrrad einen Heimtrainer.
Da bei manchen Rollentrainern das Hinterrad fest eingespannt wird sollte man vor dem Kauf klären ob der Fahrradrahmen diese Belastung aushält. Diese Information finden Sie in der Bedienungsanleitung ihres Fahrrades. Gibt es in der Anleitung keine Infos dann fragen Sie ihren Fahrradhändler.

Rollentrainer gibt sie in verschiedenen Bauweisen zu kaufen, wobei alle ihre Vor- und Nachteile haben.
Die Gängigsten sind:

Vorbereitung zum Rollentraining
Auch in der Küche kann man sein Rollentraining durchführen. © www.pd-f.de/ Kay Tkatzik


Klassische Rolle

Sie ist leicht, lässt sich unkompliziert transportieren, in der Regel zusammenklappen und platzsparend verstauen. Zudem besitzen viele Modelle eine Schnittstelle zum PC, Tablet und/oder Smartphone.
Das Hinterrad wird eingespannt. Schon kann's losgehen.

Ein Nachteil ist, dass der Hinterreifen bei häufigem Gebrauch relativ schnell verschleißt.
Darüber hinaus könnten die Nachbarn schnell genervt sein, weil die Konstruktion mitsamt Fahrrad recht heftig vibriert und somit der Geräuschpegel vor allem bei hohen Geschwindigkeiten sehr groß ist.
Deshalb ist Radtraining auf der klassischen Rolle vorzugsweise im Keller oder in der Garage empfehlenswert.


Direct Mount Trainer

Wer Probleme mit seinen Mitbewohnern von vornherein vermeiden möchte, greift zu einem kostspieligerem Direct Mount Trainer.

Diese Rollentrainer sind die derzeit geräuschärmsten auf dem Markt. Außerdem sind sie technisch sehr gut ausgestattet und lassen sich durchweg mit einem Tablet oder PC verbinden.

Das Fahrrad wird ohne Hinterrad an den Rollentrainer montiert. Der Trainer wird direkt über die eigene Kette angetrieben. Dadurch entsteht kein Abrieb an der Bereifung und das Hinterrad kann bei starker Beschleunigung nicht durchrutschen.


Freie Rolle

Die beiden zuvor genannten Systeme sind so konstruiert, dass man sich beim Radfahren voll auf das Treten konzentrieren kann. Wem das zu langweilig ist, kauft eine vergleichsweise preiswerte freie Rolle.
Weil das Fahrrad hier nicht eingespannt wird, sondern sich beide Räder auf Walzen drehen, bietet dieses System ein beinahe originales Fahrgefühl.

Aber Achtung! Um das Gleichgewicht sicher halten zu lernen und um Abstürze zu vermeiden, ist anfangs schon etwas Übung erforderlich.
Freie Rollen sind für Intervalltrainingseinheiten eher weniger geeignet.
Dafür schulen sie hervorragend den Gleichgewichtssinn sowie die Konzentration.

Gerade Langstreckenfreaks und Rennradfahrer, die erste "Wackeleinheiten" auf der freien Rolle nicht scheuen, werden von diesem Trainer schnell begeistert sein.

Rollentraining auf einer freien Rolle
Training auf der "Freien Rolle" verbessert das Gleichgewichtsgefühl. © www.pd-f.de/Mathias Kutt

Richtiges Training auf der Rolle

Ob Hobbyradler oder Leistungssportler, ob Radtraining mit der klassischen oder auf der freien Rolle: Um das Training effektiv zu gestalten und um sich vor Überlastung oder gar Verletzungen zu schützen, gilt es einige wichtige Regeln zu beachten.

Lest dazu unseren Beitrag: Fit durch den Winter mit Rollentraining.
In der Rubrik Training für Radsportler gibt es noch weitere Infos zum Radtraining

 

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Kommentar von Claudia |

Hallo,
ein wirklich sehr guter Artikel.
Dank solch einem Umbau kann man sein Fahrrad auch bequem für zu Hause verwenden.
Finde ich auf jedenfall sehr praktisch :-)

Grüßle
Claudi

Kommentar von Ralf |

Eine schöne kurze Übersicht und Einleitung zu diesem Thema. Zu beachten sind allerdings auch mögliche Einstellungen zu Widerständen & Co. Denn auch gerade dann kann die Geräuschkulisse mal lauter werden. Nicht so gut, wenn dann jemand im Wohnzimmer auch Fernsehen schauen möchte ;)