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Radreisen liegen im Trend

 

Nichts geht über eine gute Planung

 

In Vorfreude auf das neue Fahrradjahr beginnen viele begeisterte Radfahrer bereits im Winter mit der Organisation ihres nächsten Radurlaubs. Wohin soll die Radreise führen? Allein, mit Familie oder Freunden? Wie lang soll die Tour insgesamt sein? Und nicht zuletzt stellt sich natürlich auch die Frage nach passenden Unterkünften.

 

 

Für Radreisen benötigt man einigen Stauraum

 Radreise abseits befestigter Wege. © www.ortlieb.com /pd-f

 

Grundsätzliche Überlegungen zur Radreise

 

So unterschiedlich Ausdauer und Belastbarkeit der Mitreisenden sind, so verschieden sind möglicherweise auch die Ansprüche an einen Radurlaub.

Bevor Sie die Detailplanung in Angriff nehmen, sollten Sie sich deshalb mit Ihrem Partner oder Ihren Freunden auf einige grundsätzliche Dinge einigen:

    • Was ist das Ziel der Radreise? Liegt die Priorität auf Genussradeln oder auf dem Abspulen möglichst vieler Kilometer?
    • Wie viele Kilometer pro Tag traut sich das „schwächste“ Mitglied der Reisegruppe tatsächlich zu?
    • Reisekasse gemeinsam oder getrennt?
    • Welche Ansprüche muss die Unterkunft erfüllen?
    • Wie sieht es mit der Ausstattung der Fahrräder aus? Ist möglicherweise sogar eine Neuanschaffung notwendig?

Es ist beispielsweise nicht sinnvoll Mountainbikes und Rennräder miteinander zu kombinieren.

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Festlegen des Urlaubsziels

 

Nach dem Ausloten aller Erwartungen sollte eindeutig feststehen, dass jeder Mitreisende „radtauglich“ ist und seinen Urlaub gerne auf dem Fahrrad verbringen möchte.

Radurlaub bedeutet individuelles Reisen.

Nach dieser Maxime sollten Sie auch das Ziel aussuchen.
Deutschland bietet Radfahrern viele schöne Regionen, die sich hervorragend auf einer Radreise erkunden lassen.

Ob Ostsee, Nordsee, Radwege entlang großer Flüsse oder Alpenregion:
Im Internet finden sich zahlreiche Datenbanken mit Routenbeschreibungen und Streckenprofilen, inklusive Höhenmetern sowie interessanten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Radreise entlang der Küste mit Gepäck

Radreisen entlang der Küsten oder Flußläufen haben eine ganz besonderen Charme.  © www.ortlieb.com/pd-f

 

Radler, die es eher in südlichere Gefilde oder in weit entfernte Regionen, wie beispielsweise in den Mittelmeerraum oder nach Kanada zieht, sollten sich im Zuge der Reiseplanung unbedingt Gedanken um den Transport ihres eigenen Rades machen oder sich schon jetzt nach Leihrädern vor Ort erkundigen.

 

Tipps zur möglichen Fahrleistung

 

Die Planung der Kilometerleistung ist vor allem dann wichtig, wenn Unterkünfte oder Stellplätze auf Campingplätzen vorab gebucht werden.

Hier einige Kilometer Richtwerte mit Gepäck:

    • Ungeübte Radler mit wenig Kondition: Tagesetappen ab 35 km bis maximal 50 km. Sie sollten vor dem Start in den Radurlaub einige Male trainieren. Während der Tour sind ausreichen Pausen erforderlich. Es wird gemütlich geradelt.
    • Durchschnittlich konditionierte Radfahrer: Tagesetappen zwischen 50 km und 80 km bei durchschnittlich 12 bis 15 km/h.
    • Für ambitionierte Radfahrer mit guter Kondition sind Tagesetappen ab 70 km realistisch.

Selbstverständlich sind bei gutem Wetter und perfekten Straßenverhältnissen auch Tagesetappen mit mehr als 100 km zu schaffen. Allerdings sind dann Besichtigungen interessanter Ziele entlang der Strecke oder ausgedehnte Picknicks kaum noch möglich.

Falls Sie Ihre durchschnittliche Reisegeschwindigkeit kennen, können die Etappenlängen auch ausrechnen.
Sofern Sie sich im Fahrradurlaub auch die Natur und Sehenswürdigkeiten anschauen möchten, sollten Sie sich pro Reisetag maximal sechs Stunden im Sattel vornehmen.
Mit Kindern sollte sich diese Zeit auf drei bis fünf Stunden reduzieren.
Dann rechnen Sie:

Durchschnittliche Reisegeschwindigkeit x Fahrzeit in Stunden = Kilometer pro Tagesetappe x geplante Tage im Sattel = Länge der Strecke insgesamt.

Anhand dieser Grobkalkulation, in die Sie eventuell noch klimatische Besonderheiten, extreme Höhenmeter oder das Mitführen schwer beladener Fahrradanhänger einbeziehen, können Sie nun eine passende Route mit entsprechenden Etappen heraussuchen.

 

Radurlaub mit Kindern

Radurlaub mit der ganzen Familie  © www.ortlieb.com / pd-f

 

Gepäck für den Fahrradurlaub

 

Bitte bedenken Sie, dass Sie alles, was Sie auf ihre Radreise mitnehmen möchten, selbst transportieren müssen.

Als Richtwerte empfehlen wir, in die Lenkertasche nicht mehr als zwei Kilo zu packen und auf den Gepäckträger maximal 12 bis 15 Kilo zu verteilen.
Falls Sie zelten, sollten Sie zusätzliche Taschen am Vorderrad hinzufügen.
Zum Schutz vor Regen empfehlen sich leicht verstaubare, wasserdichte Überzüge in knalligen Farben, wie neongelb oder orange. Oder sie schaffen sich gleich wasserdichte Fahrradpacktaschen an, dann bleibt der Inhalt immer trocken.

 

Bezüglich der Ausrüstung sollten Sie viel Wert auf Qualität legen

 

Es gilt der Grundsatz: Je besser die Ausrüstung ist, um so weniger wiegt sie und um so weniger brauchen sie mitzunehmen.

Weil die Menge an Gepäck auf Fahrradtouren recht begrenzt ist, sollten Sie in Ihren Radtaschen unbedingt Ordnung halten.

Um lästiges Kramen zu vermeiden, empfehlen sich mehrere bunte Stoffbeutel, in die die verschiedenen Utensilien, sozusagen nach Themen geordnet, verpackt und erst dann in den Radtaschen verstaut werden.

Um nichts Wichtiges zu vergessen, ist es ratsam, bezüglich mitzuführender Kleidung und Ausrüstungsgegenstände, Checklisten anzufertigen.

Checkliste für den Mindestbedarf auf Radreisen

 

  • Wasserdichte Packtaschen (zwei Stück hinten, eventuell zwei kleine vorn, eine Lenkertasche mit transparentem Kartenfach)
  • Bekleidung: Hose, Radhose, Unterwäsche, Socken, kurzes und langärmeliges T-Shirt, regendichte Hose und Jacke, warmer Pullover, Schlafzeug, Wechselschuhe, ggf. Sandalen, Schirmmütze, Fahrradhelm
  • Papiere: Personalausweis, Bahncard, Ausweis Jugendherberge, Geld, eventuell Kreditkarte, Notizbuch mit wichtigen Adressen, Handy inclusive Ladegerät, Tourenkarte, Reiseführer
  • Körperpflege: Duschgel, Shampoo, Kamm, Zahnpflege, Rasierzeug, Monatshygiene, Sonnencreme, Waschpaste, Papiertaschentücher.

Tipp: Für Fahrradtouren sind Minipackungen oder Proben besonders gut geeignet.

  • Ausstattung fürs Fahrrad: Schloss, Ersatzschlauch, Flickzeug, Luftpumpe, Trinkflasche, Werkzeug

Tipp: Auf Radreisen sind kompakte Multitools, die viele verschiedene Funktionen in sich vereinen, sehr empfehlenswert.

  • Sonstiges: Digitalkamera inklusive Batterien, Radbrille, Taschenmesser, Reiseapotheke

 

Accessoires für die Radreise | fahrrad-gesundheit.de

 

Werkzeug und ein Erste Hilfe Set sollten bei Radreisen immer dabei sein.
© www.pd-f.de/Pressedienst-Fahrrad

 

Weitere Anregungen zur Ausrüstung für Ihren Radurlaub finden Sie beim ADFC unter der Adresse:
www.adfc.de/ausruestung/checkliste-fuer-den-fahrradurlaub

Weil jede Tour unter anderen Rahmenbedingungen stattfindet, sind auch die Ansprüche an die Ausstattung sowie das mitgeführte Gepäck teilweise recht unterschiedlich.

Wasserdichte Packtaschen von Ortlieb*

 

 

Radreise mit Gepäck | fahrrad-gesundheit.de

Mit hochwertigen Packtaschen bleibt das Gepäck immer trocken.
© www.ortlieb.com/pd-f

 

Fahrradbekleidung als Funktionskleidung

 

Grundsätzlich sollte bei Radreisen eine Funktionskleidung vor herkömmlicher Straßenkleidung bevorzugt werden. Das Angebot erstreckt sich über zahlreiche Materialeigenschaften, Schnittformen sowie zusätzlichen Details, um den unterschiedlichen Ansprüchen der Radfahrer auf Reisen gerecht zu werden.
Da man durch das Fahrradfahren ins Schwitzen kommt, kann die richtige Funktionskleidung vor Erkältungen schützen.

 

Tipps zur Reiseapotheke

 

Neben Verbandsmaterial und Medikamenten, gehören auch Notrufnummern (im Handy gespeichert oder in einem Notizbuch notiert) und die Telefonnummern avisierter Hotels ins Gepäck.

Bei Fahrradtouren durchs Ausland empfiehlt sich ein Auslandskrankenschein sowie gegebenenfalls eine Auslandskrankenversicherung.

 

Checkliste Reiseapotheke für Fahrradtouren und Radreisen

 

  • Verbandsmaterial: Rolle Heftpflaster, konfektioniertes Pflaster in verschiedenen Größen, Desinfektionsmittel, Wundkompressen, Verbandspäckchen, elastische Binde, Schere

Tipp: Einige Hersteller von Sportausrüstung und Zubehör, wie beispielsweise Ortlieb oder Vaude bieten spezielle Erste-Hilfe-Pakete für Radfahrer an.

  • Notfallmedikamente: Schmerztabletten, Mittel gegen Durchfall, Kühlgel gegen den Juckreiz bei Insektenstichen
  • Weitere Utensilien: Insektenschutzmittel, Zeckenzange Fieberthermometer, Pinzette

Sofern Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie genügend dabeihaben.

Experten empfehlen darüber hinaus, bereits während der Planung von Radreisen daran zu denken, dass Schutzimpfungen etwa sechs Wochen vor Beginn der Tour aufgefrischt werden müssen.

 

Mit der richtigen Ausrüstung machen Radreisen Spaß | fahrrad-gesundheit.de

Lowrider und Gepäckträgertaschen sorgen für genügend Stauraum.
© www.ortlieb.com/pd-f

 

 


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Kommentare

Nikola 8. April 2019 um 14:43

Das Problem was ich bei bisherigen Radreisen meist hatte, das man am Ende viel zu viel Gepäck dabei hat als man eigentlich braucht. Natürlich ist eine Pinzette, Schere und Desinfektionsmittel gut und sinnvoll. Doch mittlerweile versuche ich trotzdem auf so viel wie möglich zu verzichten, weil man die empfohlene Gepäckmenge am Ende doch sprengt


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