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Fahrradhandschuhe Journal

Das Bild zeigt einen Kurzfinger Fahrradhandschuh mit Belüftung der Innenhand

Fahrradhandschuh mit belüfteter Innenhand © Roeckl Sports

 

 

Wer länger auf dem Fahrrad unterwegs ist, spürt schnell die Notwendigkeit für  Fahrradhandschuhe.
Wenn die Hände taub werden oder einschlafen, dann leiden die Handnerven, Ulnar und Median, durch den Druck auf den Lenker.
Dies passiert besonders bei langen Fahrten und Fahrten über holprige Kopfsteinpflasterstrecken, Feld- oder Waldwegen.
Das ist nicht nur unangenehm, sondern man hat auch das Rad nicht mehr fest im Griff.

Das gleiche geschieht, wenn die Hände durch Regen oder Schweiß nass sind oder die Finger durch Kälte ganz steif.
Die Taktilität ist beeinträchtigt, man hat den Lenker und damit das ganze Rad nicht mehr unter Kontrolle.

So tragen Vielfahrer im Alltag, Freizeitradler oder sportliche Radfahrer Fahrradhandschuhe zum Schutz der Handnerven, zur besseren Lenkerkontrolle, zum Wetterschutz und natürlich als Schutz der Handfläche bei einem Sturz.

 

Fahrradhandschuhe – Darauf müssen sie achten

 

Fahrradhandschuhe werden als Kurzfinger-Handschuhe für Frühjahr und Sommer und als Langfinger-Handschuhe für Herbst und Winter angeboten.
Der grundsätzliche Aufbau von Fahrradhandschuhen für Sommer und Winter ist gleich:

 

  1. eine elastische Oberhand, die die Passform optimiert

  2. eine griffige und strapazierfähige Innenhand mit unterschiedlich dichter Polsterung oder ganz ohne

  3. Verstärkungen an besonders beanspruchten Zonen, z.B. die Daumenbeuge

  4. eine Wischfläche, meist im Daumenbereich, mit der man sich den Schweiß im Gesicht während der Fahrt abwischen kann
  5. ein Bündchen, mit oder ohne Klettverschluss, das den Fahrradhandschuh am Handgelenk fixiert

 

Unterschiede Sommer- und Winterhandschuhe

 

Ganz klar gibt es Besonderheiten bei Sommer-* und Winterhandschuhen*  zu beachten:

 

  • Die Oberhand von Fahrrad-Winterhandschuhen muss Wetterschutz- und Isolationsfunktion haben. Moderne, elastische Softshells mit Membranen wärmen, sind winddicht und viele sogar wasserdicht, damit die Hände nicht auskühlen. Denn kalte und steife Finger schränken die Reaktionsfähigkeit beim Schalten, Bremsen und Lenken natürlich ein.

 

  • Die Oberhand von Sommerhandschuhen ist elastisch, leicht und atmungsaktiv. Damit die Hände nicht überhitzen, werden häufig luftige Netzgewebe eingesetzt. Roeckl bietet sogar durchbräunende Gewebe an, damit man keine weißen Abdrücke an den Händen behält.

 

Das Bild zeigt Fahrradhandschuhe für den Sommer

Leichter Fahrradhandschuh für Trekking- und Citybike © Roeckl

 

  • Die Innenhand von Fahrradhandschuhen für Sommer und Winter ist essenziell. Sie besteht in der Regel aus einem griffigen und robusten Kunstleder. Die Griffigkeit der Innenhand wird häufig durch Silikonprints maximiert. Bei Sommerhandschuhen lassen Lasercut-Perforationen kühlende Frischluft an die Hände.

 

  • Bezüglich der Polsterung von Fahrradhandschuhen gilt es das rechte Maß zu finden, denn je voluminöser der Handschuh desto geringer die Taktilität.
    MTB-Handschuhe oder generell Profi-Handschuhe, die eine 100%ige Lenkerkontrolle gewährleisten müssen, werden daher oft ohne oder nur mit sehr flachen Innenhandpolstern produziert.
    Gut gepolsterte Handschuhe sind aber generell eine Wohltat für Radfahrer. Die Innenhand-Polsterung aus Schaumstoff oder Gel beschränkt sich auf die Auflagefläche und folgt der Ergonomie.

 

  • Das Bündchen ist bei Fahrrad-Winterhandschuhen länger geschnitten als bei Sommerhandschuhen, damit der Bereich bis zum Jackenärmel gut abgedeckt ist.
    Halt geben entweder ein eingearbeitetes Gummiband, ein breiteres Elastikband oder ein Klettverschluss.
    Oft ist der Bundabschluss aus Neopren, um Wasser abzuhalten.

 

Das Bild zeigt einen Rennradfahrer mit Winterhandschuhen

Winterhandschuhe fürs Rennrad © „zero industry srl“

 

  • Die Passform ist bei Fahrradhandschuhen generell sehr wichtig. Denn wenn die Handschuhe nicht korrekt sitzen, geht das zu Lasten der Lenkerkontrolle. Gute Fahrradhandschuhe sind deshalb ergonomisch geschnitten.
    Winterhandschuhe haben oft vorgeformte Finger, so dass die Reaktion zum Lenken, Bremsen und Schalten nicht eingeschränkt ist.
    Unser Tip: messen Sie Ihre Hände aus, damit Sie die richtige Handschuhgröße auswählen.

 

  • Bei Sommerhandschuhen sollten Sie darauf achten, dass es Ausziehhilfen gibt. Das sind meist einfache Laschen an den Fingern oder Schlaufen zwischen den Fingern, die einem das Ausziehen, gerade von verschwitzten Handschuhen erheblich vereinfachen.

 

  • Bei Winterhandschuhen für eiskalte Tage sollte neben der Feinfleece-Innenseite auf ein zusätzliches Innenfutter großen Wert gelegt werden. Eine Lage Primaloft-Fasern hält auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch wunderbar warm.

 

  • Das Smartphone ist natürlich auch beim Fahrradfahren immer dabei. Deshalb sind Touchscreen-Applikationen an Zeigefinger und Daumen von Langfinger-Handschuhen mittlerweile ein „Must Have“. Sie können damit das Smartphone gewohnt bedienen, ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen.

 

Auch wenn quasi jede Radsport-Bekleidungsmarke Fahrradhandschuhe für Sommer und Winter anbietet, so sind doch die Handschuhe vom Handschuh-Spezialisten Roeckl* an Funktionalität und Qualität kaum zu toppen.

 

 

Robuste Fahrradhandschuhe für MTB und Downhill

 

Die exponierten Hände sind bei Offroad-Fahrten besonders gefährdet.
Sowohl durch die erhöhte Sturzgefahr, aber auch durch Verletzungen an der Oberhand durch kleine Äste bei Fahrten durch Wald oder nah am Gebüsch oder durch aufspritzende Steinchen.
Sowohl Innenhand als auch Oberhand müssen deshalb besonders widerstandsfähig sein.

Die meisten Fahrer bevorzugen deshalb voll abdeckende MTB Langfinger-Handschuhe. Für den Sommer müssen diese natürlich sehr atmungsaktiv sein.
Die Winter-Varianten sind entsprechend warm.

An der Oberhand von MTB Langfinger-Handschuhen werden häufig äußerst robuste 3D-Netzgewebe in Kombination mit strapazierfähigen Stretch-Einsätzen verarbeitet.

Silikonapplikationen über den Fingerknöcheln helfen zudem Verletzungen zu vermeiden.

Die Innenhand ist super robust und, für eine hundertprozentige Lenkerkontrolle, meist ohne Polster ausgestattet.
Alternativ werden in MTB-Handschuhen sehr flache, aber extrem stoßdämpfende XRD Poron-Polster eingearbeitet.
Die Lenkerkontrolle wird dadurch kaum beeinträchtigt und die Hände sind besser geschützt. Diese effizienten Poron-Polster sind auch bei Rennradfahrern, die viele Kopfsteinstrecken bewältigen müssen oder Gravelfahrern sehr beliebt.

Mountainbiker, denen Langfinger-Handschuhe im Sommer einfach zu warm sind, tragen extra robuste Kurzfinger-Handschuhe oder Hybrid-Handschuhe, mit drei langen Fingern zum Schalten und Bremsen und zwei kurzen Fingern.

 

Handschutz mit Stil

 

Neben den ganzen technischen Funktionalitäten komplettieren Fahrradhandschuhe natürlich auch ganz klar Ihr Outfit.
Gerade die Oberhand ist geschaffen für Farbprints oder einen Material-Mix aus unterschiedlich strukturierten Materialien.
So werden passend zu vielen Kollektionslinien von Radsportbekleidung auch Handschuhe angeboten, die Farbgebung und Design der aktuellen Modetrends aufnehmen.

Klassiker sind und bleiben natürlich schwarze Handschuhe, die man zu allem kombinieren kann und die nicht so leicht verschmutzen.
Bei Sommerhandschuhen sollte man jedoch bedenken, dass die Hände unter dem schwarzen Material leicht überhitzen können.
Nicht zu unterschätzen ist der Mehrwert von Reflexionsprints  auf der Oberhand, denn die Hände, mit ihrem exponierten Platz am Lenker, sind damit im Straßenverkehr bei Dämmerung und Dunkelheit gut sichtbar.

 

 

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